Posts Tagged "rp13"

re:publica 13 — re:spect

Neil Harbisson zeigt auf, wie oft wir auf farbliche Codes zurückgreifen und wie ausgeschlossen man sich dabei als echter Farbenblinder fühlt. Er transormiert Farben in Töne und ist der erste anerkannte Cyborg.
Ein wirklich beeindruckender Vortrag!

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re:publica 13 — re:commend

Eines meiner Highlights war Felix Schwenzel, der in seiner grandiosen Speech, elegant Sascha Lobo demontierte. Denn statt mehr Pathos, wie Lobo, zu fordern – was mir eh unbegreiflich ist, trieft das Netz und die Netzgemeinde doch vor Pathos, doch dies scheint ein Wahrnehmungsproblem zu sein – forderte er Wut statt Pathos. Ganz im Sinne von Stéphane Hessel (Empört euch!). Dazu haben wir die besten Vorraussetzungen, denn das Internet sei eine Weltverbesserungsmaschine. Wir sollen Seiten wie change.org und givewell.org nutzen, um uns zu empören. Aber er machte auch klar, dass Schimpfen alleine nicht reicht, sondern in Handeln und Taten transformiert werden muss, damit sich auch etwas ändert. Das sind natürlich alles keine neuen Thesen, doch ist Schwenzel in der Lage einen unterhaltsamen Vortrag zu liefern, wo trotzdem Wichtiges und Wahres gesagt wird.
Zudem lieferte er ein paar Zitate, die genau solche sind – zitierwürdig. Mein Lieblingszitat (und auch das ist keine neue Erkenntnis) war:

Wenn ihr glaubt, Bildung sei teuer, wartet ab, wie teuer Dummheit ist.

Damit ist er ganz in der Tradition von Jesper Juul, Jutta Allemndinger oder auch von Gunter Duck geblieben und trotzdem hat er es auf Tweet-Länge prägnant formuliert. Danke für diesen Vortrag, @diplix.

Ein zweites Highlight war die “Praktische Anleitung für den fürsorglichen Überwachungsstaat” von Kirsten Fiedler und Alexander Sander, der genauso unterhaltsam war, da satirisch-zynisch. Wirklich neu, wenn man sich mit dieser Thematik bereits etwas eingehender befasst hat, war er natürlich auch nicht. Doch dieser Vortrag war für mich ein Highlight, da er genau eine der Forderungen, die ich ebenfalls schon länger vertrete und welche letztes Jahr endlich auch in der Netzgemeinde angekommen ist, in die Praxis umsetzte, nämlich: erzähle Dinge so, dass sie auch deine 70-jährige Grossmutter verstehen kann. Ich werde diesen Vortrag allen als Einführung ins Thema empfehlen, doch bitte nicht vergessen, zu erinnern, dass das ganze eine Satire ist. Denn leider hatte ich das Gefühl, dass das zumindest der Dame, welche neben mir im Publikum sass, nicht so ganz bewusst war. Denn diese strahlte aus jeder Pore ungläubige Fassungslosigkeit aus, nicht wegen der Thematik (da würde ich dieselben Gefühle ausstrahlen), sondern weil sie nicht gemerkt hatte, dass das Ganze satirisch gemeint war…

Danke auch dafür, denn von diesem Video werden wir noch alle lange etwas haben, selten eine amüsantere und präzisere Zusammenfassung eines so ernsten Themas gehört! Thx, @Kirst3nF & @lexelas!

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